19. Juli 2007

Adam und Eva auf Islamisch:


Habe diessen wunderschönen Kartoon entdeckt und wollte ihn Euch allen nicht vorenthalten!

23. Juni 2007

Ich glaube

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alles zum Besten dienen lassen.
Ich glaube, daß Gott uns
in jeder Notlage soviel Wiederstandskraft
geben will, die wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste
alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube, dass auc hunsere Fehler
und Irrtümer nicht vergeblich sind,
und dass es gott nicht schwerer ist,
mit ihnen fertig zu werden,
als mit unseren vermeindlichen Guttaten.
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten
wartet und antwortet.

Dietrich Bonhoeffer

17. Juni 2007

Heiliger Krieg oder Heilige Scheiße: John Rambo wird Christ!!!!


Als die ersten Gerüchte mein Ohr erreichten hielt ich es für einen Scherz, doch die Zeichen Verdichten sich zusehens. Sylvester Stallone soll zum Herrn gefunden haben! Bereits in Rocky Balboa - so munkelt man - hätte Sly christliche Elemente einfliessen lassen... aber der absolute Oberhammer ist: Dieses Jahr läuft ein 4. Rambo an, in dem John Rambo sich bekehrt!!!! Den ersten Rambo fand ich klasse... Superparabel zum Vietnamkrieg und den spyschologischen Auswirkungen. Der 2. Teil war nettes Popcornactionkino ohne irgendwelchen Anspruch. Der 3. war einfach nur noch grottenschlecht und enthielt den wohl intelligentesten Dialog der Filmgeschichte. Erinnern wir uns. Rambo mit einem Afgahnen in einer Höhle. Er holt einen blauen Leuchtstab aus der Tasche. Daraus entwickelt sich folgendes kurzes Gespräch:

Afgahne: "Was ist das?" Rambo: " Das ist blaues Licht." Afgahne: "Und was macht es?" Rambo: "Es leuchtet blau!"

Was dürfen wir nun von dem Mann erwarten dem ein ausgesprochen hoher IQ nachgesagt wird?


Wiki zu Rambo 4


Christian Movie Reviews Rambo 4

13. Juni 2007

General Sada im Interview

Gab es im Irak Massenvernichtungswaffen und wenn ja wo sind sie?

Den USA wird vorgeworfen bezüglich der Massenvernichtungswaffen im Irak die Welt belogen zu haben. Stimmt das? Ein ehemaliger irakischer General widerspricht.
Georges Sada ist Christ, und er sagt: Der Irak hatte Massenvernichtungswaffen, die Saddam Hussein vor dem amerikanischen Angriff nach Syrien schaffen lies. Dies ist durchaus plausibel. Hussein hatte ja auch versucht seine Luftwaffe im 1991 Krieg dadurch zu retten, daß er seine besten Piloten und Flugzeuge zu seinem Erzfeind Iran schickte.

Leider wird dieser Aspekt von der Europäischen Presse kaum wahrgenommen. Er passt nicht ins Anti-Bush, Anti-IrakkriegBild.

Typisch.

Links zum Thema:



Wiki George Sada

Livenet

westwatch

update

Zur Zeit gehts mir nicht soooo toll... Da ist der Singlefrust und die Arbeitslosigkeit (wieder einmal) Mein letzter Job hat nur 1/4 Jahr gedauert. Hmpf. Dann bin ich erst mal in ne Depri abgetaucht und hab meinen Hintern nicht wirklich hochbekommen. Scheinbar ist diese Phase überwunden und ich fang an Dinge anzugehen und zu ändern. Jetzt brauch ich schnell wieder nen Job. Also Leutz betet, daß ich a) den Arsch hochbekomm und mich bewerbe und b) Gott den richtigen Job mit genug Kohle für mich klar macht.
Das wär glaub ziemlich nett. Im Clan machen wir grad ein Büchlein über die 10. Gebote. Sauspannend zu sehen was da alles drinn steckt und wie verpeilt wir doch einiges sehen.
Sonntag war nettes Familienbrunch - also geistliche familie, Gemeinde - und danach sind Reno, Sans und ich noch nach Lampertheim Christian Nohl und Anja Schlatter besuchen, war kurz aber guuuut. Wir haben uns ewigkeiten nicht gesehen.

16. Mai 2007

Frieden mit sich selbst

die ruhe der nacht gedanken bringt
gedanken der qual
gedanken der lust
gedanken der liebe
gedanken des leids
gedanken der sehnsucht
gedanken des glücks
gedanken die strümen
drängen
toben
wie windhunde den hasen nachjagend
wie sturmwellen an die klippen peitschend

bis die ruhe einkehrt
der schlaf schleichend sich näherd
und frieden die seele berührt.

die tiefe des seins berührt die ewigkeit.

mehr zu sein als die eigene qual,
mehr zu sein als die eigene lust,
mehr zu sein als die sehnsucht nach liebe,
mehr zu sein als das empfinden des leids.
mehr als sehnsucht,
glücksrittertum,
mehr als die summe des seins.
letztendlich ichselbst zu sein...

das ist es was mir frieden bringt.

Freude und Schmerz

Das Eine im Anderen bezeugt den Dualismus des Lebens.
Das Eine im Anderen macht das Leben so schwer und so leicht.
Das Eine im Anderen lässt erkennen und verbirgt.
Das Eine im Anderen gibt Hoffnung und raubt sie sogleich.
Das Eine im Anderen lässt die Waagschalen sich heben und senken
bis das Eine durch das Andere denn Ausgleich des Inneren erreicht.

hell und dunkel

Worte schaffen Welten,
Gefühle malen sie Bunt.
Worte zerstörren sie auch,
Gefühle malen sie Schwarz
Worte sind Kraft und Ausdruck
Gefühle die Quelle und Ziel

Im Zwielicht des kommenden Tages,
wenn alles so grau noch erscheint
Finsternis sich langsam erhellt
und den Strahlen der Sonne doch weicht
wiederstrebend preis gibt,
was das Dunkle verbarg,
erscheinen die Farben durchs graue
und Leben wird sichbar und leicht

Das Helle lässt erkennen
ermöglicht neues zu bauen
und altes womöglich dazu
oder die dinge belassen
stattdessen neue Wege
zu gehen.

Verzage nicht ob der Schatten
mögen sie Begleiter dir sein
sie können doch nur erinnern
daß finsternis - bei licht besehen -
nie bleibt.

einfach komplex

Als die erste Hürde beherzt überwunden
Die Leidenschaft meine Furcht bezwang
da war es so einfach Deine Lippen zu küssen
und Dich forschend, liebkosend zu erkunden

Lippen die sich kurz berührn.
Ein einfacher Kuss nur sollte es sein,
Deine Sehnsucht leise zu wecken
zärtliche Nähe, Dich zu verführn.

Sehnsucht bricht zögernd sich eine Bahn
Lippen die saugen und Zungen die spielen
Dieser einfache Kuss, so begierig erwiedert
nimmt mir den Vorsatz, nimmt mir den Plan.

Zu genießen was ist und doch mehr zu wollen
zerissen zwischen Ängsten und Lust
riechen, spüren, fühlen, schmecken
und trozdem den Tribut den Ängsten zu zollen.

das richtige Maß, die richtige Zeit,
sie zu finden ist manchmal so schwer
zu wenig, zu viel, zu zögernd, zu hastig
führt allzu schnell zur Herzens Leid.

Der Weg erscheint holprig und steinig zu Liebe, zu Sex
und doch zur gleichen Zeit so einfach, so simpel, so klar.
geborgen zu Schmusen, sich Vertrauend zu nähern.
Hier wird das Einfache dann ziemlich komplex.

Schmerz

Den Schmerz in Dir zu lösen und zu befreien,
der äussere Schmerz kann dass nicht vollbringen
der kann verschleiern durch den vorhang der tränen
die sonst nicht mehr fliessen und benetzen die haut
und dies nur für die kürzeste Weile, nicht heilend
nur lindernd für den Augenblick

Die Wunden des Herzens verbinden, versorgen
Heilung geschieht nicht durch Marter und Pein
vertrauende Nähe, geborgenheit schenkend
liebender trost, berührung so zart

dem inneren Kind Liebe zu geben
sich sicher zu fühlen, getragen, geschützt
nur so kann ganz langsam
die wunden verheilen
nur so wächst Vertrauen, wächst Liebe, wächst Glück.

Warum

Leiden und Lieben
2 Seiten der selben Münze sind sie
Begehren und fürchten
Zusammen gehören sie oft
ersehnen und fliehen
zerreissen dich fast
hierin offenbart sich
die wiedersprüchlichkeit der eigenen Seele

das fragen nach dem warum
lässt leere zurück
alzu oft die antwort ist stille

das fragen nach dem warum
nährt die Trauer, die Wut,
die Hilflosigkeit

nicht nach der ursache sondern dem zweck frage
nicht nach den wurzeln sondern der früchten suche
nicht das verborgene sondern das offenbarte schaue
hierin sind die Antworten umwoben

und wenn du schon schaust nach Gründen
dann schaue in Dein Herz
dort vielleicht entdecken du vermagst
was in dir Leer ist und gefüllt werden möchte
was in dir hungert und gesättigt werden möchte
was in dir sehnt, wünscht, verlangt
gesehen, berührt, geliebt zu werden

auf diesen schmerzhaften weg
kommst Du der Antwort
womöglich, vielleicht
etwas näher.

14. Mai 2007

ist das jetzt blasphemisch

http://www.adultswim.com/games/biblefight/game.swf

12. Mai 2007

1948

Aus der Haáretz

Bis sie Verantwortung übernehmen

Kommentar von Shlomo Avineri

Wie in den vergangenen Jahren werden die Palästinenser auch dieses Jahr am 15. Mai den Nakba-Tag begehen. Wir müssen auf ihre Stimmen hören. Als Menschen und als Juden müssen wir zuhören und uns um den Schmerz Anderer kümmern, selbst wenn der Andere - im Moment - unser Feind ist. Doch wir müssen kritisch zuhören.

Zuallererst wollen wir fragen: Warum wird der Nakba-Tag am 15. Mai begangen? An diesem Tag endete das britische Mandat für Palästina und der Staat Israel wurde gegründet. Doch die Resolution der Vereinten Nationen vom 29. November 1947 legt auch fest, dass am gleichen Tag ein arabischer Staat in einem Teil des Landes gegründet werden sollte. Diese Resolution besiegelte die Zustimmung für die Errichtung von zwei Staaten auf dem umstrittenen Gebiet des Mandatsgebiets Palästina. Erwähnen die Palästinenser dies im Zusammenhang mit ihrer Zurückweisung der Kompromiss-Resolution, die von der internationalen Gemeinschaft in Form des Teilungsplanes vorgeschlagen wurde?

Bei allem Verständnis und Mitgefühl für das Leiden der Palästinenser wirft die Art und Weise, wie die Nakba - die "Katastrophe" - innerhalb der palästinensischen und pan-arabischen Narrative dargestellt wird, doch zahlreiche Fragen auf. Sie wird beschrieben als schreckliches und böses Ereignis, das den Palästinensern zustieß. Und in dieser Darstellung gibt es nicht einmal einen winzigen Funken von Selbstbeobachtung, von Selbstkritik und der Bereitschaft, den eigenen palästinensischen- Beitrag zu dieser Katastrophe zu untersuchen.

Wir können die Ablehnung des Teilungsplans durch die Palästinenser verstehen ohne sie zu rechtfertigen. Und wir können auch die Position der revisionistischen Zionisten, die gegen die Teilung waren, verstehen ohne sie zu rechtfertigen. Doch der größte Teil der jüdischen Gemeinschaft akzeptierte die Idee. Und wenn der größte Teil der Palästinenser sie ebenfalls akzeptiert hätte, wäre 1948 ein unabhängiger palästinensischer Staat auf einem Teil des Mandatsgebietes Palästina entstanden, ohne Krieg und ohne Flüchtlinge.

Die Palästinenser sind nicht bereit, mit dieser komplexen Realität umzugehen. Nach 1948 wurden einige arabische Bücher über die Niederlage der Araber im Krieg gegen Israel geschrieben. Doch bis zum heutigen Tag gibt es kein Buch, das die Frage aufwirft, ob vielleicht die Araber mit der Ablehnung des Kompromisses der Teilung - so schmerzhaft dieser Kompromiss gewesen sein mag - einen Fehler begingen. Vielleicht wäre es ihnen besser gegangen, wenn sie - wie die Zionisten - ihre Zähne zusammengebissen und das halbvolle Glas akzeptiert hätten?

In der jüdischen Tradition heißt es: "Unserer Sünden wegen wurden wir aus unserem Land vertrieben." Dies ist eine religiöse Äußerung, doch sie zeigt, dass die Juden ihr Exil auf selbstkritische Art und Weise betrachteten. Es wäre natürlich einfach gewesen, die Römer und andere Nationen für das jüdische Schicksal verantwortlich zu machen. Doch die jüdische Narrative tat dies nicht, sondern betrachtete sowohl die Zerstörung als auch das Exil nicht zuletzt als Ergebnis von Taten und Fehlern der Juden. Jede Nation, besonders eine unterlegene, betrachtet sich selbst als Opfer. Doch die meisten der unterlegenen Nationen - Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ist das klassische Beispiel - betrachteten auch sich selbst, ihre Gesellschaft, ihre Werte und ihre Taten.

Ich bin weit davon entfernt zu behaupten, dass im Jahr 1948 die Juden "Recht" und die Araber "Unrecht" hatten. Doch was mich und andere zionistische Israelis, die sich um den Schmerz der Palästinenser kümmern, Ungerechtigkeiten beseitigen und historische Kompromisse akzeptieren wollen, stört, ist der vollständige Mangel an palästinensischer Bereitschaft, anzuerkennen, dass sie und ihre Führer durch die Ablehnung des angebotenen internationalen Kompromisses im Jahr 1948 einen schrecklichen historischen Fehler begangen haben, und zwar sowohl in politischer als auch in moralischer Hinsicht.

Auch aus diesem Grund ist der unter Palästinensern zur Gewohnheit gewordene Vergleich zwischen der Nakba und der Shoah unerhört. Erklärten die Juden Deutschlands und Europas Deutschland den Krieg? Wurde den Juden ein Kompromiss angeboten, den sie ablehnten? Europas Juden wurden von den Nazis ermordet, weil sie Juden waren. Was hat dies mit der Entscheidung der Palästinenser zu tun, den Kompromiss-Vorschlag der UNO abzulehnen und in den Krieg zu ziehen?

Es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass es zwischen Israel und den Palästinensern keinen wahren Kompromiss geben wird, solange auf Seiten der Palästinenser nicht die Bereitschaft besteht zuzugeben - wenn auch nur minimal und teilweise, da die "Wahrheit" immer komplex ist -, dass auch sie mitverantwortlich sind für das, was ihnen im Jahr 1948 widerfahren ist.




Quelle

10. Mai 2007

Gedenken an eine tapfere Frau


Ich bin heut beim surfen auf ein Zitat von Oriana Fallaci gestossen. Sie ist leider bereits verstorben. Ich möchte euch ermutigen mal über sie nach zu surfen.
Dieser Frau, auch wenn sie sich als Atheistin betrachtete (und hoffentlich nicht war) gilt meine Hochachtung.

8. Mai 2007

witziges

Der Tag des Jüngsten Gerichts ist angebrochen. Alle Toten sehen auf, der Herr kehrt triumphal zurück. Alle sind versammelt und Jesus schaut über die versammelte Menge. Alles da - bis auf - hmm, er schaut sich um und fragt dann Petrus: Wo sind eigendlich die Freaks? Petrus grübelt kurz: Achja, die sind nochmal eine Rauchen.....


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27. April 2007

Oben ohne durch den Sommer?






Eigendlich wollte ich nur mein Haupthaar ein wenig stutzen, denn meine kopfhaut hat sich mal wieder entzündet, brennt und juckt .... eine lange Geschichte....
tja und irgendwie wurde das zum Selbstläufer... gut dass ich es nicht sehen muss....

19. April 2007

Christenverfolgung in der Türkey

twa 120.000 Christen leben in der Türkei - in der Theorie frei, in der Praxis vielfach unterdrückt. Die Schikanen bewegen sich zwischen bürokratischen Hürden und körperlichen Angriffen. Auch Morde wie die an den drei Angestellten des Bibelverlags "Zirve" gab es bereits in der jüngeren Vergangenheit.

Von Anna Reimann, Yassin Musharbash

Verletzter Pater Brunissen: Opfer in ganzer Serie von Übergriffen auf katholische Geistliche
Verletzter Pater Brunissen: Opfer in ganzer Serie von Übergriffen auf katholische Geistliche
© DPA

Berlin - "In der Türkei haben die religiösen Minderheiten mehr Rechte als in Europa. Was können sie hier nicht ausleben in ihrem Glauben? Reißen wir etwa ihre Kirchen ab?", fragte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in einem SPIEGEL-Interview am Montag.

100.000 bis 120.000 Christen leben in der Türkei, weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung. Und anders, als Erdogan nahelegt, ist ihre Situation - unterschiedlich ausgeprägt - von Schikanen und Benachteiligungen gezeichnet.

Laut der laizistischen Verfassung der Türkei haben Christen zwar faktisch Religionsfreiheit - in der Realität nutzt ihnen diese allerdings oft wenig: Christliche Kirchen sind nicht rechtlich anerkannt, dürfen keinen Bankkonten führen, keine Immobilien besitzen, Kirchen dürfen ihre Priester nicht ausbilden. "Das ist ein ungelöstes Problem. Auf dem Weg nach Europa muss die Türkei auch Kirchen als öffentliche Körperschaft anerkennen", sagt Rainer Korten, katholischer Pfarrer einer deutschsprachigen Gemeinde in Antalya zu SPIEGEL ONLINE.

Der katholische Bischof von Anatolien klagte kürzlich, das Klima für Christen in der Türkei sei "bedrückend". "Der Grundwasserspiegel antichristlicher Stimmung ist gestiegen", sagte der deutsche Jesuit Felix Körner dem SPIEGEL. Der Vatikan hatte Körner für den christlich-islamischen Dialog nach Ankara entsandt. Dass die Türkei Aufnahme in die EU sucht, rufe nationalistische Gegenreaktionen hervor, sagt Körner. "Selbst in gebildeten Kreisen heißt es, die Einheit der Türkei und die nationale Souveränität seien in Gefahr."

Widerstand gegen "moderne Kreuzzüge"

Tatsächlich kommen Angriffe gegen Christen vor allem aus nationalistischen oder islamistischen Kreisen. Nationalisten fürchten westliche Einflüsse, weil christliche Gemeinden bisweilen aus dem Ausland finanziell unterstützt werden. Othmar Oehring, Menschenrechtsbeauftragter und Berater der türkischen Bischofskonferenz, sagte in einem Zeitungsinterview, für türkische Nationalisten gelte jeder, "der kein sunnitischer, türkischsprechender Muslim ist, als Fremder. Dementsprechend werden auch die einheimischen Christen als Ausländer behandelt." Im Südosten der Türkei würden syrisch-orthodoxe Christen bedrängt. "Ihre Weinberge und Felder werden angezündet", sagte Oehring. Man müsse von Verfolgung sprechen.

Islamisten entwerfen Verschwörungstheorien: Der Papst, der griechisch-orthodoxe Patriarch und George W. Bush stünden in einem Verband des Bösen. Priestern wird in der Türkei mitunter nachgesagt, sie verführten in ihren Kirchen Frauen oder verleiteten Jugendliche zu sündigem Tun.

Unterfüttert wird das Ganze nicht selten von staatlichen Stellen: Die staatliche Religionsbehörde verteilte im vergangenen Jahr eine Predigt gegen Missionare, in der gegen "moderne Kreuzzüge" gewettert wird, die das Ziel hätten, "unseren jungen Leuten den islamischen Glauben zu stehlen". Der türkische Staatsminister für Religionsfragen warnte im Jahr 2006 vor subversiven Umtrieben christlicher Missionare, die unter dem Deckmantel Lehrer, Ärzte, Krankenschwester ihrem zersetzenden Werk nachgingen.

Noch mehr unter

  • Hass auf die kleine Herde